DAS HANDWERK

Silber ist einfach MEIN Material – in der Farbe viel zurückhaltender und vielschichtiger als Gold.

Auch reiner. In meiner am liebsten verwendeten Legierung 935 AG (Argentum) sind noch genau 65 Teile Kupfer in der Legierung, sonst nichts (jeweils auf 1000Teile hochgerechnet, also höher als Sterlingsilber). Und das „Feinsilber“, das ich für meine Schalen und z.B. für die Schutzengel verwende, besteht zu 999 Teilen aus Silber und einem Tausendstel Staub! Wenn man bedenkt, dass in Deutschland eine Legierung, die nur 333 Teile Gold enthält und 667 Teile andere Metalle, GOLD genannt werden darf…Silber ist im Prinzip weicher als Gold, kann aber so mit Hammer und handwerklichen Techniken bearbeitet werden, dass die Oberfläche und die Struktur des Metalles gehärtet werden.

Als Spielerei und farbige Betonung taucht natürlich auch Gold in meinen Arbeiten auf – wie z.B. bei dem Ring „Froschkönig“: die Goldkugel, die auf dem Wellenrand balanciert.
Durch ‚Zwischenglühen’ und Suden in der Beize wird der Kupfergehalt aus der Oberfläche der einzelnen Stücke nach und nach entfernt und so entsteht die samtige, etwas raue Oberfläche, die eben nicht aus der industriellen Poliertrommel stammt.


DER SILBERSCHMIED, DIE SILBERSCHMIEDIN 
fertigt traditionellerweise ‚Gerät‘, also Tabletts, Kaffeekannen und Besteck, oder einzelne Besteckteile wie Vorlegelöffel. Diese Ausbildung habe ich durchlaufen. Es prägen mich deshalb auch beim fertigen von Schmuck Techniken aus diesem Bereich: es wird noch viel mit dem Hammer gearbeitet – die Oberflächen entstehen durch die Form des jeweiligen Hammers, so werden bei mir z.B. die Ränder von Ringen mit einem winzigen Messinghämmerchen gestaucht.